A Christmas Carol - Theaterbesuch mit Weihnachtszauber

Christmas Carol 19

Als Charles Dickens 1843 die bekannte Weihnachtsgeschichte „A Christmas Carol“ schrieb, waren ihm Armut und Not nicht unbekannt. Und so erfand er den schon grotesk geizigen und herzlosen Weihnachtsmuffel Ebenezer Scrooge, der seine weihnachtsfröhlichen Mitmenschen beschimpft, verhöhnt und schlägt. Je ärmer, desto respektloser. So jedoch kann die Einstellung der literarischen Vorlage des „Gringe“ nicht bleiben. Also wird er heimgesucht, zu Hause im Nachtgewand: 

Von seinem toten alten Geschäftspartner Jacob Marley, der ihn zur Läuterung mahnt, gefesselt in Ketten, heiß wie die Hölle, die er selbst durch sein liebloses Leben schmiedete. 

Vom Geist der vergangenen Weihnacht, der ihn durch die Besuche einiger Weihnachtsfeste seiner Vergangenheit zu Tränen rührt und vom Geist der gegenwärtigen Weihnacht, der ihm zeigt, wie schön Weihnachten sein kann, aber auch wie bittersüß: Im Haus seines Angestellten Bob Cretchit erfährt Scrooge, dass auch mit geringen Mitteln ein schönes Fest entstehen kann und dass er ihn so schlecht bezahlt, dass dieser sich die Medikamente für seinen kranken Sohn Tiny Tim nicht leisten kann. Ändert sich nichts, bleibt dessen Platz im nächsten Jahr leer. 

Der dritte Geist lässt den Zuschauer gruseln: Ebenezer Scrooge wird mit Menschen konfrontiert, die über einen gerade verstorbenen lästern und ihn seiner Kleider und sogar seiner Zähne berauben. Er ahnt schon, dass es sich um ihn selbst handelt. Gewissheit erlangt er jedoch erst, als er mit seiner eigenen Grabplatte konfrontiert wird. 

Und erfüllen die Geister der Weihnacht ihre Aufgabe? Wird aus dem einsamen und menschenverachtenden alten Geizkragen noch ein großzügiger und freundlicher Weihnachtsfan? 

Die Antwort auf diese Fragen können die Klasse der Heilpädagogen und die Klasse 11 des beruflichen Gymnasiums für Gesundheit geben, denn sie besuchten am 10. Dezember die Aufführung der American Drama Group in der Paderhalle in Paderborn, um sich trotz englischer Sprache mit einer Portion Weihnachtszauber auf das bevorstehende Fest einstimmen zu lassen. 

Wer nicht das Glück hat, eine/n Studierende/n dieser Klassen zu kennen, kann sich im nächsten Jahr selbst das Stück ansehen oder mal ein englisches Buch lesen. Es gibt auch eine sehr schön Muppet-Verfilmung. 

In diesem Sinne „Merry Christmas, everyone!“

Kooperationspartner

Slick Playground