Unser Schulleiter Rudi Hans geht in Pension!

Büro BEB kleine DB 02.16

Und ganz plötzlich war er da, der Tag des Abschiednehmens.

Zwar haben wir das ganze Jahr in diesem Bewusstsein gemeinsam gearbeitet und das Schulleben gestaltet, dennoch sind wir überrascht worden. Denn „Corona“ ließ uns kaum Gelegenheit zum Revue passieren lassen, zum Innehalten und zu einer gebührenden Würdigung des langjährigen und beherzten Engagements unseres Chefs am Berufskolleg Bethel.

Rudolf Hans wurde am vergangenen Mittwoch in einer bewegenden Feierstunde im Rahmen einer Lehrer_innenkonferenz und unter Corona-Bedingungen mit sehr persönlichen Beiträgen aus dem Kollegium in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Alles Gute lieber Herr Hans


In seiner 33-jährigen Dienstzeit am Berufskolleg Bethel überzeugte Herr Hans mit seiner hohen Fachkompetenz in allen Bereichen des schulischen Lebens, seinem bildungs- und berufspolitischen Weitblick und durch seine Vernetzung innerhalb und außerhalb der v. Bodelschwinghschen Stiftungen auf Landes- sowie auf Bundesebene. Der Erfolg seines Handelns ruhte auf seiner Maxime, immer die Menschen, um die es ging, gut im Blick zu haben und bei allen Entwicklungsprozessen teilhaben zu lassen. „Menschen stärken, damit sie andere stark machen“ ist das Leitbild unserer pädagogischen Arbeit am Berufskolleg Bethel, die Rudolf Hans mit Herzblut geprägt und mit Leben gefüllt hat.

Und so verlässt ein Schulleiter seine Schule und hinterlässt bei seinem Kollegium, seinen Schüler_innen und allen anderen am Schulleben Teilhabenden bleibende Spuren und eine echte Lücke.

Wir schauen dennoch mit einem zuversichtlichen Blick in die Zukunft. So freuen wir uns, dass die neue Besetzung in der Schulleitung unseres Berufskollegs bereits entschieden wurde. Mit Beginn des neuen Schuljahres ab dem 01.08.2020 werden Frau Bärbel Beckmann (SL) und Frau Kristina Jünger (stv. SL) die Leitung des Berufskollegs übernehmen.

Wir wünschen unserem Schulleiter Herrn Hans alles Gute für den weiteren Lebensweg, eine gute Zeit des Loslassens und viele spannende Entdeckungen.

Herr Hans selbst blickt auf eine aktive und sinnerfüllte Dienstzeit in Bethel zurück:

Danke für die Zeit in der Kollegschule, danke für die Zeit im Berufskolleg

Mit dem Zivildienst, der Arbeit in der Behindertenhilfe und meiner Zeit in der Kollegschule und dem Berufskolleg sind es insgesamt 36 Jahre Bethel. Ich blicke zurück auf eine lange, sinnerfüllte, aktive und bewegte Zeit.

Am Anfang entstehen durch den Zivildienst die ersten Erfahrungen mit der „Bethelwelt“, die meinen beruflichen Weg ganz entscheidend geprägt haben. Wenn wir heute händeringend Mitarbeiter für die Arbeitsfelder Bethels suchen, ist mein Einstieg sicherlich ein gelungenes Beispiel.

Es folgt eine Zeit, in der sich persönliches Interesse an Geschichte und Gesellschaft, an das Leben von Menschen in Institutionen, die Beschäftigung mit der Geschichte der Heimerziehung und Psychiatrie wunderbar mit der Ausbildung von sozialpädagogischen Fachkräften bis 1998 in der Kollegschule und danach im Berufskolleg verbindet.

Unterrichten steht im Zentrum der Arbeit von Lehrer_innen. Ich habe es nie aufgegeben, auch nicht in den folgenden Jahren, in der zunächst schulorganisatorische und später Leitungsaufgaben einen größeren Anteil der Arbeitszeit beanspruchten.

Das Berufskolleg und die Kollegschule Bethel sind /waren bis heute neben der Arbeit an der Schul- und Unterrichtsentwicklung in NRW auch intensiv an der Arbeit in Landesarbeitsgemeinschaften, Lehrplankommissionen, Fach- und Trägerverbänden beteiligt. Diese Arbeitszusammenhänge bestehen bis heute in vielfältiger Form. Der Blick über den Tellerrand, der kritische Austausch und die Gestaltung beruflicher Bildung mit diakonischer Prägung ist in der Schule verankert und nicht auf die Schulleitung konzentriert. Das macht die Schule stark und darauf sind wir - Schulleitung und Kollegium - stolz.

Im Umfeld Bethels zu arbeiten mit dem Unterricht in der Schule, mit den vielfältigen Kontakten zu den vielen Einrichtungen und Diensten und zu Kooperationspartnern war für mich immer herausfordernd und interessant.

In der Entwicklung der Schule hat es viele prägende Phasen gegeben. Die letzten Jahre sind geprägt von dem Generationenwechsel im Kollegium, dem Aufbau neuer Arbeitsstrukturen, einer neuen Leitungsstruktur, der Arbeit am Schulkonzept und nicht zuletzt der kürzlich abgeschlossenen Modernisierung des Schulgebäudes. Die Modernisierung ist ein Meilenstein für die Schule. Gerade rechtzeitig verfügen wir über eine gute digitale Ausstattung und größere Unterrichtsräume. Ganz besonders positiv wirkt sich jedoch die langersehnte Zusammenführung der zuletzt fünf Standorte des Berufskollegs in Bethel unter „ein Dach“ aus.

Es ist alles auf einem guten Weg. Die Schulleitung wird ab 01.08.2020 von Frau Beckmann als Schulleiterin und Frau Jünger als stellv. Schulleiterin nahtlos besetzt sein. Die Schule wird ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen.

Ich bedanke mich beim Kollegium, den Mitarbeiter_innen der Schule und der Schulverwaltung und bei der Geschäftsführung für meine Zeit in der Schule.
Als Kind des Ruhrgebiets kann sich sagen: Es ist jetzt Schicht, Feierabend! Glück auf!

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