Erasmus+ Ida Marie Sehers Praktikum in Prag 2018

Ich war in der Kindertagesstätte Kids Company Praha in Prag. Ich wurde von einer Mitarbeiterin der Kindertagesstätte, welche das Auslandspraktikum organisiert, vom Bahnhof abgeholt und diese hat mich auch zu meiner Wohnung begleitet.

Ich habe im Vorfeld über Airbnb ein kleines, süßes Apartment gebucht, welches vollständig durch die Erasmus-Stiftung finanziert wurde. Das Apartment lag nur 10 Minuten zu Fuß von der Kindertagesstätte entfernt und direkt vor der Tür fuhren die Trams 22, 13, und 4. Vor allem mit der 22 konnte man wirklich viele Orte direkt erreichen. Auch beim Thema Einkaufen ist Prag sehr gut vernetzt. Alle paar Meter gibt es ein kleines Lebensmittelgeschäft, in dem es fast immer das Nötigste zu kaufen gibt. Ob es Käse, Eier, Obst oder Getränke sind. Dadurch ist es auch nicht nötig in ein größeres Einkaufszentrum zu fahren, es war sogar viel einfacherer, öfters kleinere Einkäufe zu machen.

Die Kindertagesstätte ist in einem sehr geräumigen Haus untergebracht, in dem momentan nur zwei Gruppen untergebracht sind, weshalb die Gruppen jeweils sehr geräumig sind. Die Mitarbeiter der Kindertagesstätte haben mich sehr freundlich aufgenommen und sind offen auf mich zugegangen. Ich wurde sofort in alles integriert und wurde sogar zum Weihnachtsessen mit eingeladen. Ich war in der „Entengruppe“, in welcher die Kinder zwischen drei und sechs Jahren sind. Des Weiteren gab es noch die „Kükengruppe“, in der nur Kinder unter drei Jahren waren. Eigentlich gibt es noch die „Schwalbengruppe“ für die Vorschulkinder, welche jedoch während meiner Zeit in Prag nicht geöffnet war aufgrund einer wegen Schwangerschaft fehlenden Kollegin sowie zu wenigen Kindern im passenden Alter. Die Kinder der „Schwalbengruppe“ waren somit in der „Entengruppe“ dabei.

In der Kindertagesstätte können die Eltern ihre Kinder tageweise anmelden, weshalb die Anzahl der Kinder von Tag zu Tag unterschiedlich war. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag sind die meisten Kinder da, während Montag und vor allem Freitag oft sehr wenige Kinder da waren. Teilweise waren es lediglich sechs Kinder und drei Erzieher. An diesen Tagen war es sehr ruhig und ich konnte mich wirklich intensiv mit den Kindern beschäftigen, was mir in staatlichen KiTas in Deutschland in diesem Maße kaum möglich war.

Außerdem arbeitet die KiTa mit einem bilingualen Konzept. Die Kinder lernen dort Deutsch und Tschechisch. Vormittags wird in der „Entengruppe“ nur Deutsch gesprochen, nachmittags überwiegend Tschechisch. Es gibt in der KiTa auch deutsche und tschechische Erzieherinnen, welche dann für die jeweilige Sprache zuständig sind. So ist vormittags eine deutsche Erzieherin in der KiTa, nachmittags eine tschechische. Die meisten können allerdings zumindest ansatzweise auch die andere Sprache oder lernen diese. Bei den Kindern gibt es diesbezüglich große Unterschiede. Einige können bereits sehr gut Deutsch, da einer ihrer Elternteile aus Deutschland kommt, andere können kaum oder noch gar kein Deutsch, da ihre Eltern mit ihnen ausschließlich Tschechisch sprechen. Daher ist es wichtig mit manchen Kindern auch durch Zeichen zu verdeutlichen, was man aussagen möchte. Diese Erfahrung war für mich etwas ganz Besonderes und wirklich spannend. Es war sehr interessant zu beobachten, wie fließend der Übergang zwischen den beiden Sprachen bei den Kindern war.

Die Arbeit in der KiTa war für mich eine sehr spannende Erfahrung, in der ich viel lernen konnte und aus der ich viele besondere Momente mitnehme.

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