Die Andachtswerkstatt

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Es ist Donnerstag morgen, 11 Uhr und kalt. Drinnen und draußen. In der Zionskirche steht ein Menschenkreis. Einem jungen Mann wird gesagt, er müsse längere Pausen machen. Er solle vor allem die Enden der Worte nicht „verschlucken“. Was geht denn hier ab? Alle bis auf ihn gehen plötzlich zurück zu den Stühlen und setzen sich.

„Der Name ist ein Stück des Seins und der Seele.“*

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Schüler*innen des Berufskollegs Bethel setzen sich mit dem Thema Tod auseinander und unterstützen die „Initiative Unbedacht Verstorbene - Jeder Mensch hinterlässt eine Spur“.

Zweites Impulsforum zum Thema Arbeit mit Menschen mit psychischen Erkrankungen

Freitagvormittag 13.9.2019 und ca. 120 Schüler_innen und Studierende sitzen mucksmäuschenstill im neuen Forum im Hauptgebäude unseres Berufskollegs und lauschen aufmerksam Herrn Dr. Christian Beckers, Leiter des ärztlichen Dienstes in Bethel.regional.
Der Ärztliche Dienst ist in Bethel.regional für die fachmedizinische Beratung und Versorgung auch von Menschen mit psychischen Störungen zuständig und arbeitet eng mit den pflegerischen und pädagogischen Mitarbeiter_innen in den unterschiedlichen Einrichtungen der Eingliederungshilfe zusammen.
Dieses sollte erneut Anlass geben für einen spannenden Austausch mit Herrn Dr. Beckers.
Anhand interessanter praxisbezogener Beispiele wurden den angehenden Heilerziehungspfleger_innen, Sozialassistent_innen Schwerpunkt „Heilerziehung“, Heilpädagog_innen sowie Schüler_innen des beruflichen Gymnasiums Schwerpunkt „Gesundheit“ wesentliche Themen im Umgang mit Menschen mit psychischen Erkrankungen näher gebracht. Außerdem hatten die Klassen im Vorfeld Fragen, die sich vor allem aus ihrer bisherigen Praxiserfahrung ergaben, gesammelt, so dass Herr Dr. Beckers auch aus diesem Grund das Gehör und Interesse des Plenums ohne Unterbrechung geschenkt bekam.
Es wurde das Thema „Sinnhaftigkeit und Auswirkungen von Psychopharmaka“ in den Blick genommen. Während des Vortrages wurde eindrücklich deutlich, warum die Biografiearbeit für einen personenzentrierten und würdevollen Umgang mit den Klient_innen einen entscheidenden Stellenwert hat. Ebenso bedeutsam ist die persönliche Haltung gegenüber den Klient_innen, damit eine vertrauensvolle und das Wohlbefinden positiv beeinflussende Kommunikation gelingen kann. Auch die eigene Psychohygiene wurde in den Blick genommen als einzelne spezifische Verhaltensweisen von Menschen mit psychischen/psychiatrischen Erkrankungen thematisiert wurden.
Am Ende dankten alle Studierenden und Schüler_innen Herrn Dr. Beckers für den sehr interessanten und kurzweiligen Vortrag mit einem dicken Applaus. 
Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!