Alle an einen Tisch – gemeinsames Essen in einer multireligiösen Gesellschaft

Wir haben uns als Gruppe kennengelernt und darüber gesprochen, welcher Religion wir angehören und welche Lieblingsgerichte wir haben. Unsere Gruppe besteht aus Schüler*innen der Klassen B19 A und B, B18B, E19A und F19A. Wir gehören folgenden Religionen an: Die Mehrzahl ist evangelisch (Christentum), danach muslimisch (Islam), andere sind katholisch (Christentum) sowie yesidisch (Yesidentum).
Am Beispiel der fünf Weltreligionen Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam sowie Judentum haben wir uns die Speisenregeln angesehen. Diese sind je nach Religion zum Beispiel:
• kein Alkohol
• kein Schweinefleisch
• nur Geflügelfleisch
• kein Kalb- und Rindfleisch
• Milchprodukte von Fleischprodukten getrennt lagern und zubereiten
Nach Betrachtung dieser Regeln haben wir eine Vorspeise, eine Hauptspeise und eine Nachspeise geplant. In 3 Gruppen mit je 3-4 Personen wurde eingekauft und die Gerichte wurden gekocht. 
Gerichte für den ersten Tag:
- Salat
- Hähnchenburger mit selbstgebackenen Brötchen
- Kräuterhuhn mit Ofenkartoffeln
- Schokolasagne
Am zweiten Tag wollten wir Gerichte aus verschiedenen Ländern kochen.
- Chili con carne (Mexiko)
- Gurkensuppe (Bulgarien)
- Tschebureki – Teigtaschen gefüllt mit Hackfleisch (Russland)
- Waffelkuchen (Russland)
- Köfte (Türkei)
- Couscoussalat
- Milchreis
- Weintrauben-Cookie-Nachtisch
Für das gemeinsame Schulleben ist es sehr wichtig, aufeinander zu achten. Dies betrifft auch das gemeinsame Essen. Ob im Fach Hauswirtschaft, in der Pause oder beim gemeinsamen Frühstück in der Klasse – um Lebensmittel mitbringen zu können, die jeder essen kann oder eine Auswahl zusammenzustellen, bei der sich jeder in irgendeiner Form angesprochen fühlt, müssen wir die Essgewohnheiten der anderen kennen. Dafür müssen wir miteinander reden und in den Austausch gehen, Fragen stellen und einander kennenlernen – und wo kann man das besser als beim gemeinsamen Essen an einem Tisch!